Innsbruck. Erst seit rund drei Monaten ist die neue Straßenbahn in Innsbruck unterwegs. Nun soll sie jedoch schon wieder abgerissen werden. Der Grund dafür: Innsbruck ist ein Hotspot für Baustellen geworden. An jeder Ecke, in jeder Seitengasse- sogar auf der Autobahn. Leider wurde es bei der Planung von der Tram versäumt, solche Hindernisse einzuplanen.

Die Verkehrsstadträtin spricht von einem „unvorhersehbaren Zustand“ (uZ). Niemand habe wissen können, dass die nach außen makellos wirkende Stadt ein einziges Wrack ist. „Da ist kein Wunder das alle deppert werden“, lässt sie uns noch wissen, ehe sie um 10:30 in den verdienten Feierabend wechselt.
Kurz überlege ich mir in die Politik zu wechseln, da höre ich Rudi Federspiel (Bier Partei Österreich ) aus dem neben Büro „Eine pure Katastrophe!!!“, schreien. „Da gehört ein anständiger Diesel Motor und so viele Räder wie benötigt verbaut!!!“ so Rudis Lösungsvorschlag. Da das gesamte Bauvorhaben nur rund 290 Millionen kostete – 50 Millionen weniger als geplant, wäre dies ja noch im Budget.
Anderer Meinung ist da Ingrid Felipe (FPÖ). „Die ganze Stadt ist momentan eine Baustelle, da brauchen wir nicht noch eine auf Schienen. Wir verkaufen das ganze einfach beim RAGG oder Grassmayr und erinnern uns an ein schönes Projekt“. Umwelttechnisch habe sie in ihrer nur 3-Monatigen Testphase gerade noch den Klimawandel abgewehrt, sind sich die Grünen sicher.
Die Abrissarbeiten sollen schon am 1. Mai 2019 beginnen und planmäßig noch vor 2020 fertig sein.
Welche Alternative es zu der Tram geben wird, ist noch ungewiss. Der Stadtrat will noch vor 2023 eine Lösung präsentieren.









